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Workshop „Sicherheit in der chemischen Industrie“ für Führungskräfte aus Afrika

Im Auftrag des Auswärtigen Amtes Berlin hat der Lehrstuhl „Methoden der Sicherheitstechnik/Unfallforschung“ der Bergischen Universität 14 hochqualifizierte Ingenieure aus zwölf afrikanischen Mitgliedsstaaten des Chemiewaffenübereinkommens zu einem Workshop nach Wuppertal eingeladen. Zusammen mit seinem Kooperationspartner der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) in Den Haag begrüßte Lehrstuhlinhaber Prof. Dr.-Ing. Uli Barth die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Mitte Oktober an der Bergischen Universität.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops und ihre Dozenten.

Der Workshop „Wuppertal Annual Course of Loss Prevention and Safety Promotion in the Chemical Process Industries“ wurde auf Grundlage des 1997 in Kraft getretenen Chemiewaffenübereinkommens (CWÜ) konzipiert und fand in diesem Jahr zum 8. Mal statt.

„Ziel des CWÜs ist ein weltweites Verbot chemischer Waffen und die Vernichtung vorhandener Bestände. Jede Nation ist jedoch berechtigt, Chemikalien im friedlichen Sinne zu erforschen und zu verarbeiten, was mit erheblichen Risiken für Bevölkerung und Umwelt einhergeht. Mit unserem Workshop möchten wir dazu beitragen, die Grundlagen des in der westlichen Welt entwickelten Sicherheitsstandards an die beteiligten Akteure zu disseminieren und damit allen Völkern eine Chance zu bieten, diesen zu implementieren und die Gefahren für Mensch und Umwelt global zu minimieren“, sagt Prof. Dr.-Ing. Uli Barth.

Der Lehrstuhl „Methoden der Sicherheitstechnik/Unfallforschung“ forscht seit über zehn Jahren über die Ursachen und das Zustandekommen von Gefahren im Bereich Anlagen- und Betriebssicherheit in der chemischen Industrie.

Dipl.-Ing. Alexey Leksin, Projektleiter des Workshops, und sein Studierenden-Team haben auch 2015 einen Workshop organisiert, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in einer Kombination aus Fachvorträgen, praktischen Übungen in den Laboren des Lehrstuhls und Exkursionen einen komplexen und umfangreichen Überblick westlicher Sicherheitskultur lieferte.

Hochkarätige Referenten aus Industrie, Wirtschaft und Behörden beleuchteten die großen Risiken in der chemischen Industrie, den strukturellen Aufbau des Arbeits- und Bevölkerungsschutzes in Deutschland sowie technische und organisatorische Maßnahmenkonzepte zur Prävention und Bekämpfung unerwünschter Ereignisse.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Botschafter Dr. Christoph Israng, dem Ständigen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der OVCW in Den Haag. Er betonte in seiner Begrüßung die verantwortungsvolle Rolle des Wissenschaftlers, sein Wissen und seine Forschungen im Sinne des Allgemeinwohls zu praktizieren und weiterzugeben.

„Dieser Rolle waren sich die ausgewählten Workshop-Teilnehmer auch in beeindruckender Weise bewusst. Sie tragen nach der Rückkehr in ihre Heimatländer maßgeblich dazu bei, dass in Wuppertal erlangte Wissen und die Botschaft eines friedvollen Miteinanders zu transportieren und im Rahmen ihrer Möglichkeiten in ihre jeweiligen Gesellschaften zu integrieren“, so das Fazit von Prof. Barth.

Ausführlicher Bericht unter www.msu.uni-wuppertal.de