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Rund 300 Teilnehmer beim 4. Wuppertaler Energieforum

Nach wie vor ist der Umbau des Energieversorgungsystems in Deutschland, der auch als Energiewende bezeichnet wird, eine zentrale wirtschaftliche, ökologische und technische Herausforderung. Der Lehrstuhl für Elektrische Energieversorgungstechnik unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek will zum Gelingen der Energiewende beitragen und veranstaltete daher am vergangenen Freitag das 4. Wuppertaler Energie-Forum an der Bergischen Universität. Rund 300 Gäste waren der Einladung auf den Campus Freudenberg gefolgt.

Das 4. Energie-Forum in Wuppertal war mit fast 300 hochkarätigen Teilnehmern aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland ein großer Erfolg (v.l.n.r.): Anne Löwitsch (Bürogemeinschaft der Landtagsabgeordneten Bell, Bialas, Neumann), Dr.-Ing. Frank Merschel (innogy SE), Dietmar Bell MdL, Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Dipl.-Phys. Andreas Kuhlmann (dena-Geschäftsführung), Josef Neumann MdL, Gastgeber Prof. Dr.-Ing. Markus Zdrallek und Dr.-Ing. Ulrich Groß (Rheinische NETZGesellschaft).
Fotos Michael Mutzber

„Wir wollen mit dem Wuppertaler Energie-Forum sowohl einzelne Bausteine als auch Gesamtlösungen zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende liefern. Präsentiert wurden diese Projekte von hochrangigen und renommierten Vertretern der Energieversorgungsbranche“, so Prof. Zdrallek.

Der Rektor der Bergischen Universität, Prof. Dr. Lambert T. Koch begrüßte die Gäste und nannte die Forschung im Bereich Energieversorgungstechnik als Beispiel für den veränderten Stellenwert der Universität. Anders als vor zehn oder zwanzig Jahren sei die Uni heute auch in einer Bringschuld der Gesellschaft gegenüber. Forschungsergebnisse sollten sich – gerade im Sinne der Nachhaltigkeit – schnell durchsetzen und Verbesserungen für die Gesellschaft bringen, so die Erwartung heute. Hierfür könne das Wuppertaler Energie-Forum einen wesentlichen Beitrag leisten.

Dipl.-Phys. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, stellte in seinem Eröffnungsvortrag die dena-Netzflexstudie vor, an deren Erstellung die Bergische Universität Wuppertal maßgeblich beteiligt war. In dieser Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Kosten für den Netzausbau reduziert werden können, wenn man die Flexibilität des Netzes besser nutzt, etwa indem man kleine Steuerungselemente an Photovoltaikanlagen anschließt, um die Produktion zu regeln und um die Netze kurzfristig vor Überlastung zu schonen.

Weitere Referenten waren Andreas Schwarberg, Geschäftsführer der Stadtwerke Solingen GmbH („Sonne statt Feinstaub – Das ‚smarte‘ Oberleitungsnetz zur Realisierung eines emissionsfreien ÖPNV in Solingen“), Dr.-Ing. Frank Merschel, innogy SE („Hochtemperatur-Supraleiter als innovatives Planungselement in großstädtischen Netzen“), Dr.-Ing. Ulrich Groß, Geschäftsführer der Rheinischen NETZGesellschaft GmbH („Wie altern eigentlich Mittelspannungs-Netzstationen?“), Dr.-Ing. Gabriël Clemens, Vorstand der VSE AG („Designetz – Koordination von Smart Grids und Flexibilitäten in Smart Markets im Energiesystem der Zukunft“) und Dipl.-Ing. Michael Steffens, Geschäftsführer der NEW Netz GmbH („Nachhaltige Optimierung eines Mehrsparten-Netzbetriebs der Zukunft“).

Eine Bildergalerie etc. unter www.evt.uni-wuppertal.de