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Bürgerbeteiligung in der Praxis:
IDPF unterstützt Strategieprozess „Zukunftsstadt Bocholt 2030+“

Bocholt nimmt am Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030+“ teil. Zielsetzung: eine ganzheitliche und nachhaltige Vision für Städte in Deutschland zu entwickeln. Eine große Rolle spielt dabei die Meinung von Bürgerinnen und Bürgern. Um ein entsprechendes Gutachten zu erstellen, holte die Stadt externe Experten ins Boot: Hilmar Sturm von der Gesellschaft für Bürgergutachten und Prof. Dr. Hans J. Lietzmann vom Institut für Demokratie- und Partizipationsforschung (IDPF) der Bergischen Universität Wuppertal.

Foto Stadt Bocholt

Die Wissenschaftler setzten auf das Beteiligungsformat Planungszelle – ein Verfahren, das in den 70er Jahren von Prof. Dr. Peter Dienel an der Bergischen Universität entwickelt und vom IDPF fortgeführt wurde. Seine Kernbestandteile: ein aleatorisches Einladungsverfahren, randomisierte Gruppeneinteilungen, vortragsgestützte Themenbearbeitung, Plenums- und Gruppenarbeitsphasen, gruppenbasierte Empfehlungen, individuelle Abstimmungen, Anhörung von Politikerinnen und Politikern, Evaluationen der Soziodemographie und – schließlich – die Erstellung eines Gutachtens.

In der Praxis sah das so aus: An drei Tagen kamen 50 zufällig ausgewählte Bocholter Bürgerinnen und Bürger sowie 29 Interessenvertreter zusammen, um in drei Planungszellen relevante Themen zu diskutieren und Empfehlungen für ihre Stadt zu formulieren. Dabei standen u.a. folgende Fragen im Vordergrund: Was macht Bocholt lebenswert? Welche Maßnahmen können Bocholt als Bildungsstadt attraktiver machen? Wie könnte ein zukünftiges Mobilitätskonzept aussehen? Und wo liegt das wirtschaftliche Potenzial der Stadt?

Die Antworten sind in dem Gutachten nachzulesen, das Prof. Dr. Lietzmann und Mark Schwalm vom IDPF Anfang März an Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo übergeben haben. Eines der wichtigsten Ergebnisse: Bürger und Interessenvertreter wollen bei lokalen Themen mitreden. Sie wünschen sich u.a. eine Anlaufstelle im Rathaus, runde Tische und einen Bürgerrat. Mit Blick auf die Bildungsstadt Bocholt lautet ihre Empfehlung, günstige Wohnungen oder Wohnheime für Studierende zur Verfügung zu stellen.

Wer sich die Ergebnisse und den Ablauf des Verfahrens im Detail anschauen möchte, findet die PDF-Datei des Bürgergutachtens zum kostenlosen Download im Internet.

www.zukunftsstadt-bocholt.de/

www.idpf.eu/