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Lebensmittelchemie: Viele alltagsrelevante Themen bei der Regionaltagung

Der Regionalverband Nordrhein-Westfalen der Lebensmittelchemischen Gesellschaft lud seine Gäste Anfang März zur Arbeitstagung 2019 an die Bergische Universität ein. Geboten wurde ein vielfältiges Programm, das mit Themen aus der Praxis und der Vorstellung von aktuellen Forschungsarbeiten an verschiedenen Universitäten in NRW immer wieder die Alltagsrelevanz des Fachs unter Beweis stellte.

Begrüßten die Gäste am Campus Freudenberg und eröffneten die Tagung (v.l.): Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch, Prof. Dr. Julia Bornhorst (Lehrstuhl Lebensmittelchemie), Dr. Olivier Aust (Vorsitzender Regionalverband NRW) und Prof. Dr. Nils Helge Schebb (Lehrstuhl Lebensmittelchemie).
Foto Friederike von Heyden
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Zu Beginn der Tagung am Campus Freudenberg nutzten die gastgebenden Professoren Dr. Nils Helge Schebb und Dr. Julia Bornhorst die Gelegenheit, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Arbeit am Wuppertaler Lehrstuhl für Lebensmittelchemie vorzustellen.

Die Vorträge am Vormittag gaben einen Einblick in die Praxis. So sprach Dr. Natalie Becker vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz über Strategien der Ausbruchsuntersuchung bei lebensmittelbedingten Erkrankungen wie der Listeriose oder der Salmonellose – in beiden Fällen führen in Lebensmitteln enthaltene Bakterien zum Ausbruch der Krankheit. Darüber hinaus ging es bei der Verkehrsfähigkeit überlagerter Lebensmittel um rechtliche Fragen, die aufzeigen, vor welchen alltäglichen Problemen Unternehmen einerseits und amtliche Prüfstellen andererseits stehen. Auch die Bedeutung von Futtermitteluntersuchungen im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit und damit auch auf relevante Lehr- und Lerninhalte angehender Lebensmittelchemikerinnen und -chemiker wurde aus Expertensicht beleuchtet.

Im zweiten Teil des Tages stand die Wissenschaft im Fokus. Ein Schwerpunkt war dabei die ernährungstoxikologische Forschung und ihr Bezug zu degenerativen Erkrankungen des Menschen, die Veränderungen von Gewebestrukturen oder eines Organs bedeuten. Auch die Untersuchungen zu mechanistischen Effekten von Spurenelementen wie Zink sowie die Arbeit zu toxischen Eigenschaften von pflanzlichen Aroma- und Geschmacksstoffen wurden dargestellt. Abschließend ging es um den Wein und sein Bouquet. Vorgestellt wurde eine Methode, mit der sich die für die Aromen verantwortlichen Stoffe charakterisieren und ihre Entwicklung in der Traube verfolgen lassen. Daraus resultiert die Möglichkeit, den optimalen Erntezeitpunkt der Traube zu bestimmen.

„Wir blicken auf eine erfolgreiche Tagung zurück, die unsere Vorfreude auf den September 2020 gesteigert hat – dann wird der Deutsche Lebensmittelchemikertag bei uns in Wuppertal zu Gast sein“, so Prof. Schebb.

Kontakt:
Prof. Dr. Nils Helge Schebb
Lehrstuhl für Lebensmittelchemie
Telefon: 0202 / 439-3457
E-Mail: schebb{at}uni-wuppertal.de

Dr. Olivier Aust
Lebensmittelchemische Gesellschaft Regionalverband NRW
Telefon: 0173 / 817 82 82
E-Mail: lebensmittelchemie.nrw{at}gmail.com