Navigationsweiche Anfang

Navigationsweiche Ende

Select language

Arbeits- und Gesundheitsschutz für Spontanhelfer:
Forschungsprojekt WuKAS nimmt Arbeit auf

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei Hilfsorganisationen werden durch verschiedene Maßnahmen des Arbeitsschutzes vor Gefährdungen in Einsätzen geschützt. Bürgerinnen und Bürger, die sich eigenständig und spontan zur Mithilfe bereit erklären, haben bisher nur vereinzelt oder durch eigene Erfahrungen und finanzielle Kosten die Möglichkeit, sich vor möglichen Gefährdungen zu schützen. An diesem Punkt setzt das neue Forschungsprojekt „Wissens- und Kompetenzvermittlung im Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Spontanhelfern“ (WuKAS) an. Am Projekt beteiligt sind das Fachgebiet Sicherheitstechnik/Arbeitssicherheit der Bergischen Universität Wuppertal, der Malteser Hilfsdienst sowie Vertreter der Unfallversicherungsträger.

„Für Spontanhelfer ist aufgrund fehlender Ausbildung und Erfahrungen das Risiko gegeben, im Einsatz verletzt zu werden oder zu erkranken. Gemeinsam möchten wir die Bürgerinnen und Bürger bei ihrem spontanen Engagement besser schützen“, erklärt Projektmitarbeiterin Marina Bier, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Sicherheitstechnik/Arbeitssicherheit.

Ziel der Verbundpartner ist es, Handlungshilfen zu erstellen, die die operativen Führungskräfte bei der Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Spontanhelfer unterstützen. Auf diese Weise soll den Hilfsorganisationen und anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ein sicherer und ganzheitlicher Ansatz für die Einbindung von Spontanhelferinnen und -helfern zur Verfügung gestellt werden. Auch haftungsrechtliche Problemstellungen werden durch das Projekt adressiert. Es fügt sich damit in eine Reihe anderer Forschungsprojekte ein, welche sich dem Einsatz von Spontanhelfern aus verschiedenen Perspektiven nähern.

Koordiniert wird der Verbund durch den Malteser Hilfsdienst e. V, verantwortlich für das Projekt ist der Bereich Notfallvorsorge des Generalsekretariats in Köln. Akademischer Verbundpartner ist die Bergische Universität Wuppertal, vertreten durch das Fachgebiet Sicherheitstechnik/Arbeitssicherheit der Fakultät Maschinenbau und Sicherheitstechnik. Als assoziierte Partner begleiten das Verbundprojekt der Fachbereich Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sowie der Fachbereich Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Das Projektteam hat seine Arbeit Anfang Februar aufgenommen; es erhält für sein Vorhaben bis 2021 im Rahmen der Förderrichtline „Anwender Innovativ – Forschung für die zivile Sicherheit“ eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe von rund 450.000 Euro.

Kontakt:
Marina Bier
Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik
Telefon 0202/439-2050
E-Mail mbier{at}uni-wuppertal.de