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Projekt „SmartCut“ soll Sägeprozesse optimieren

Die Lebensdaueroptimierung von Kreissägewerkzeugen und smarte Prognosen für den optimalen Zeitpunkt eines Werkzeugwechsels stehen im Mittelpunkt eines neuen Verbundprojekts, an dem sich auch die Bergische Universität Wuppertal beteiligt: In dem Vorhaben „SmartCut – KI-basiertes System zur Steigerung der Effizienz und der Nachhaltigkeit von Sägeprozessen“ forscht ein Team vom Lehrstuhl für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalytik unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Bracke. Die Wuppertaler Wissenschaftler erhalten dafür in den nächsten drei Jahren eine Förderung in Höhe von rund 330.000 Euro durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

„Sägeprozesse sind heute und auch zukünftig unverzichtbare Bearbeitungsschritte in der Metallverarbeitung. Insbesondere durch neue Technologien im Bereich der Messtechnik und der Datenauswertung eröffnet sich die Möglichkeit, Sägeprozesse weiter zu optimieren“, erklärt Prof. Bracke zum Forschungsvorhaben, das er an seinem Lehrstuhl gemeinsam mit Dr. Marcin Hinz und Max Radetzky bearbeitet. An der Uni soll eine Zustandsüberwachung von Kreissägeblättern basierend auf einem Sensornetzwerk entwickelt werden – unabhängig von Hersteller und Alter der Sägemaschine. Zur Anwendung kommen dabei Verfahren aus dem Bereich des „Machine Learnings“ und „Deep Learnings“, um Aussagen über den Verschleißzustand sowie die Restlebensdauer von Sägeblättern zu treffen.

Ziel aller Beteiligten ist ein Prognosetool, das den optimalen Wartungszeitpunkt ermittelt und diesen dem Maschinenbediener mitteilt. Über das Monitoring des Kreissägeblattes sollen Vorhersagen zur Qualität des Werkstückes möglich werden, so dass nachfolgende Qualitätskontrollen minimiert werden oder entfallen. „Durch die Zustandsüberwachung wird ein effizienterer Einsatz sowie eine verbesserte Planbarkeit der Instandhaltung und Produktion von Kreissägeblättern realisiert“, so Prof. Bracke. Dadurch ließe sich der Ressourceneinsatz – betrachtet über den gesamten Lebenszyklus von Herstellung, Transport, Service und Instandhaltung – deutlich reduzieren.

Die Gesamtfördersumme für das Projekt beträgt 2,1 Mio. Euro. Im Konsortium kooperiert die Bergische Uni mit diesen Partnern: Konsortialführer ist der Sägeblatthersteller August Blecher GmbH & Co. KG aus Remscheid, zuständig für Softwarelösungen im Qualitäts- und Produktionsmanagement ist die Böhme & Weihs Systemtechnik GmbH & Co. KG aus Wuppertal, die Firma Klostermann Ingenieurbüro und Vertriebsgesellschaft mbH aus Remscheid befasst sich mit der Messtechnik, für die Prüfstandsentwicklung und das Inline-Sensornetzwerk ist die FGW Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe, An-Institut der Bergischen Universität mit Sitz in Remscheid verantwortlich.

https://www.lsr.uni-wuppertal.de/

Kontakt:
Prof. Dr. Stefan Bracke
Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik
Lehrstuhl für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalytik
Telefon 0202/439-2064
E-Mail bracke{at}uni-wuppertal.de