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Wettbewerb zu kritischen Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen YouTube-Videos: Gewinner gekürt

Gemeinsam mit Kolleg*innen der Junior Uni Wuppertal haben Chemiedidaktiker*innen der Bergischen Universität einen Wettbewerb zur Förderung der Medienkompetenzen von Schüler*innen ins Leben gerufen. Die Teilnehmer*innen mussten ein eigens für den Wettbewerb erstelltes Experimentier-Video kritisch analysieren und anschließend selbst nachdrehen. Unter zahlreichen Einsendungen wurde nun der Gewinner gekürt.

Bei der Herausforderung „Gase und Überraschungskarten“ galt es, das für den Wettbewerb erstellte Experimentier-Video zu analysieren, zuhause nachzudrehen und eigene Beobachtungen zu dokumentieren. Die Aufgabe der Schüler*innen war es, zu erkennen, ob alles mit rechten Dingen zugeht: Kann das bei der Reaktion von Backpulver mit Essig entstehende Gas einen Luftballon zum Fliegen bringen? Im veröffentlichten Video scheint dies zu funktionieren, tatsächlich wurde bei der Videoproduktion aber ein Trick angewandt.

„Beim Mischen von Essig und Backpulver entsteht Kohlenstoffdioxid. Dieses Gas hat eine größere Dichte als Luft, sodass der Ballon zu Boden sinken würde. Wir haben einen zweiten Ballon mit Helium befüllt und diesen nach einem harten Schnitt im Video gezeigt“, erläutert Prof. Dr. Claudia Bohrmann-Linde, Lehrstuhlinhaberin Didaktik der Chemie an der Bergischen Universität.

„Wir wollten herausfinden, ob den Kindern und Jugendlichen die Manipulation auffällt und darauf aufmerksam machen, dass man Videos, welche im Internet kursieren, kritisch hinterfragen sollte“, ergänzt Dr. Diana Zeller, Habilitandin in der Didaktik der Chemie.

„Wir waren beeindruckt, wie professionell die Einsendungen der Teilnehmer*innen waren und dass fast alle auf die richtige Lösung gekommen sind“, sagt Stefan Hellhake, wissenschaftlicher Fachkoordinator der Junior Uni und Jurymitglied. Es sei eine knappe und schwere Entscheidung gewesen, eine*n Gewinner*in zu küren. Gewonnen hat Felix Sacher (9 Jahre) aus Gießen. Dr. Diana Zeller erklärt: „Er hat die beste schriftliche Auswertung geliefert und ein sehr aufwändiges Video eingeschickt. Damit hat er einen Besuch mit seiner Schulklasse im Chemie-Schülerlabor der Bergischen Uni gewonnen. Wir freuen uns sehr darauf, mit Felix und seiner Klasse bei uns vor Ort zu experimentieren.“ Dies natürlich erst, wenn es die Corona-Situation wieder zulässt.

Der Wettbewerb ist Teil der Aktivitäten der Wuppertaler Chemiedidaktik, die sich mit der Integration digitaler Medien in den Chemie- und Sachunterricht sowie neben der Produktion eigener digitaler Lehr-/Lerntools auch mit einer kritischen Auseinandersetzung mit digitalen Medien im Unterricht befasst.

www.chemiedidaktik.uni-wuppertal.de

www.junioruni-wuppertal.de