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Bergische Uni vergibt Sonderpreis für digitale Lehre im Sommersemester

  • Offizielle Preisverleihung im Rahmen der Senatssitzung
  • Auszeichnung für 23 Lehrkonzepte
  • Digitale Lehre bietet viel Raum für Kreativität, ist aber auch zeitaufwendig

Das Format Uni@Home der Bergischen Universität stellte im Sommersemester 2020 ganz eigene und vor allem neue Herausforderungen an den Lehrbetrieb. Besondere Umstände verdienen eine besondere Anerkennung, daher vergab die BUW „Uni@Home Sonderlehrpreise“. Insgesamt 23 Veranstaltungen von 25 Lehrenden wurden in diesem Rahmen nun ausgezeichnet: Ihnen war es im Sommersemester mit innovativen Konzepten und beeindruckendem Engagement in besonderem Maße gelungen, hervorragende Lehrveranstaltungen anzubieten. Zu Beginn der 252. Senatssitzung, die am gestrigen Mittwoch als Hybrid-Veranstaltung in Hörsaal 33 stattgefunden hat, wurden die Preisträger*innen offiziell bekannt gegeben und beglückwünscht.

Mit einem Sonderlehrpreis würdigte die Bergische Uni das Engagement ihrer Lehrenden im Sommersemester 2020. 23 Lehrkonzepte wurden gestern im Rahmen der Senatssitzung ausgezeichnet. Prorektor Prof. Dr. Andreas Frommer (li.) gratulierte den Dozent*innen in einer kurzen Ansprache.
Foto Sebastian Jarych
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„Moodle, Screencast und Zoom statt Campus und Hörsaal. Im März dieses Jahres standen Sie und alle Ihre Kolleg*innen vor großen Herausforderungen. Sie mussten sich mit synchronen und asynchronen Lehrformaten auseinandersetzen sowie virtuelle Räume für Zusammenarbeit und Interaktion schaffen. Das hat Nerven gekostet aber – das wissen wir heute – auch Freude bereitet“, so Prof. Dr. Andreas Frommer, Prorektor für Studium und Lehre, in seiner Ansprache an die Preisträger*innen, denen er stellvertretend für das Engagement aller Dozent*innen dankte. Die Lehrenden nahmen die Glückwünsche per Videokonferenz entgegen.

Das internationale Seminar mit Wuppertaler Studierenden und Komiliton*innen in Argentinien, die digitale Verknüpfung zwischen Sportpraxis und -theorie, die kleine Architektur-Einführungsreihe als Videostrecke oder der Praxiskurs Fotografie auf Distanz sind nur vier Beispiele für die Kreativität der Lehrenden. Viele von ihnen mussten sich zunächst selbst einen Überblick darüber verschaffen, „was denn eigentlich alles geht“. In Sachen digitaler Lehre bringt schließlich jedes Fach seine eigenen Chancen und Herausforderungen mit sich. Nach und nach setzten die Dozent*innen ihre im März bereits für den Präsenzbetrieb fertig geplanten Veranstaltungen für den Digitalmodus um – nicht ohne anfängliche Zweifel.

Letztlich überwog aber häufig die (Experimentier-)Freude, die sich auch auf die Studierenden übertrug. Denn auch das war eine Erkenntnis des Semesters: Für beide Seiten, Lehrende und Studierende, waren es neue Wege, die es galt, gemeinsam zu gehen. In ihren Reaktionen auf die Auszeichnung sparten die Preisträger*innen sodann auch nicht mit Lob für das Engagement ihrer Teilnehmer*innen.

„Neben dem häufig überraschend positiven Fazit‘, das die Lehrenden ziehen, darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass das Uni@Home-Semester für alle Kolleg*innen einen deutlichen Mehraufwand in der Vorbereitung bedeutete, zum Teil viel Abstimmungsarbeit geleistet werden musste und niemand dauerhaft auf den persönlichen Austausch mit den Studierenden verzichten möchte – ganz gleich wie gut die erarbeiteten Konzepte funktioniert haben“, fasst Frommer zusammen. Das Semester habe aber auch dazu geführt, bekannte Plattformen anders zu entdecken sowie neue Tools und Herangehensweisen kennenzulernen, die die Lehrenden auch mit der physischen Rückkehr an den Campus weiter nutzen und beibehalten wollen.

Eine Vorstellung der Lehrpreisträger*innen und ihrer Lehrkonzepte steht unter diesem Link bereit: https://www.qsl.uni-wuppertal.de/de/aktuelles/sonderlehrpreis-2020.html. Zudem werden sie später auch in einer Sonderausgabe des Forschungsmagazins BUW.OUTPUT vorgestellt.

Die Zahl der pro Fakultät vergebenen Lehrpreise richtet sich nach der Anzahl der dort beschäftigten Professor*innen und unbefristet beschäftigen wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen. Nominierungen durften Fachschaften, einzelne Studierende und Dekan*innen aussprechen, wobei jeder Vorschlag zu begründen war. In jeder Fakultät entschied schließlich eine Kommission aus mindestens sieben Mitgliedern, von denen mindestens die Hälfte Studierende sein mussten, über die Preisträger*innen.