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Die Erdatmosphäre und der Klimawandel: Kick-off-Meeting von neuem bundesweiten Forschungsprogramm in Wuppertal

07.07.2014|12:26 Uhr

Die verschiedenen Schichten der Erdatmosphäre sind mit teilweise komplexen Kopplungsmechanismen verbunden. Ziel eines neuen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprogramms („Role of the Middle Atmosphere in Climate“, ROMIC) ist es, diese Kopplungsmechanismen und ihre zugrunde liegenden Prozesse zu untersuchen, um mögliche Auswirkungen von Veränderungen in diesen Prozessen und ihre Relevanz für das Klima einschätzen zu können. Auf Einladung des Wuppertaler Atmosphärenforschers Prof. Dr. Ralf Koppmann trafen sich vergangene Woche 40 beteiligte Forscherinnen und Forscher aus dem gesamten Bundesgebiet zum Kick-off-Meeting an der Bergischen Universität.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kick-off-Meetings,<br />eingeladen an die Bergische Universität von Prof. Dr. Ralf Koppmann (3.v.l.).<br /><span class="sub_caption"> Foto Luiza Budner</span>

Wetter und Klima spielen sich in den bodennahen Atmosphärenschichten ab, bleiben aber nicht unbeeinflusst von Prozessen in der mittleren Atmosphäre. Das Ausmaß und die Wirkungsmechanismen der physikalischen und chemischen Abhängigkeiten zwischen den unterschiedlichen atmosphärischen Schichten sind jedoch bis heute noch nicht im Ganzen verstanden. Prof. Ralf Koppmann: „So ist z.B. unklar, in welcher Weise die natürliche Variabilität in der mittleren Atmosphäre einerseits Klima und Wetter bestimmt und andererseits selbst durch Klimaänderungen verändert wird.“ Die Wissenschaft hat bisher noch kein einheitliches Bild der meist nicht-linearen Kopplungsmechanismen.

ROMIC erweitert das Spektrum der Forschungsaktivitäten und Maßnahmen zum Umgang mit Klimawandel im Rahmen der Hightech-Strategie zum Klimaschutz, einer Initiative der Bundesregierung. „Die Maßnahme soll mit dazu beitragen, bestehende Unsicherheiten im Klimaverständnis zu reduzieren und einen wichtigen Schritt in Richtung auf verbesserte Vorhersagbarkeit von Klimaänderungen zu erlauben“, heißt es auf der Webseite des Bundesforschungsministeriums.

Die Arbeitsgruppe Atmosphärenphysik der Bergischen Universität wird im Rahmen eines Projekts zur Untersuchung dynamischer Prozesse in der mittleren Atmosphäre an dem neuen Programm ROMIC mitwirken. „Dieses Projekt ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für unseren Forschungsverbund The Reacting Atmosphere“ betont Prof. Koppmann.

www.bmbf.de

Kontakt:
Prof. Dr. Ralf Koppmann
Telefon 0202/439-2605
E-Mail koppmann[at]uni-wuppertal.de

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