Universitätskommunikation – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Förderung für Wuppertaler Altphilolog*innen

05.08.2021|09:03 Uhr

„Rhodomanologia – Digitale Edition der griechischen und lateinischen Gedichte von Lorenz Rhodoman bis 1588“ ist der Titel eines neuen Forschungsprojekts, das in Kooperation zwischen der Bergischen Universität (Prof. Dr. Patrick Sahle, Digital Humanities, und Jun.-Prof. Dr. Stefan Weise, Klassische Philologie/Griechisch) und der Universität Osnabrück (Prof. Dr. Thomas Gärtner, Latinistik) durchgeführt wird. Ziel ist die Erstellung einer digitalen Edition der altgriechischen und lateinischen Gedichte des Humanisten Lorenz Rhodoman (1545-1606). Für ihr Vorhaben erhalten die Wissenschaftler*innen eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Höhe von insgesamt rund 800.000 Euro.

Straßenschild in Rhodomans Geburtsort Niedersachswerfen (Thüringen).

„Wir werden zunächst die erste Hälfte seines dichterischen Oeuvres bis einschließlich 1588 als Edition mit deutscher Übersetzung erschließen“, erläutert Stefan Weise das Vorgehen des Forschungsteams, das Anfang 2022 seine Arbeit aufnehmen wird.

Rhodoman, der vor allem im nord- und mitteldeutschen Raum als Schulrektor und Universitätsprofessor tätig war, wurde in seiner Zeit wegen der Qualität seiner altgriechischen Dichtungen als „alter Homerus“ (zweiter Homer) verehrt. Er besuchte als Schüler des einflussreichen protestantischen Pädagogen Michael Neander die Klosterschule Ilfeld im Südharz und gehörte zu den prägenden Dichterphilologen des deutschen Griechischhumanismus im späten 16. Jahrhundert. Als Philologe machte er sich unter anderem einen Namen als Herausgeber des antiken Homerfortsetzers Quintus von Smyrna sowie des Historikers Diodorus Siculus.

Kontakt:
Jun.-Prof. Dr. Stefan Weise
Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften
Telefon 0202/439-2252
E-Mail weise[at]uni-wuppertal.de

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