Universitätskommunikation – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Neues Forschungsprojekt zum bilingualen Lernen in der Grundschule

27.04.2016|17:06 Uhr

Bilingualer Unterricht an nordrhein-westfälischen Grundschulen erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Insbesondere positive Ergebnisse aus Studien zur Entwicklung der Fremdsprachenkompetenz tragen zu einem steigenden Interesse an dem Unterrichtskonzept bei. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert jetzt ein einjähriges Projekt von Dr. Stefanie Frisch, Juniorprofessorin für die Didaktik des Englischen an der Bergischen Universität, in dem die naturwissenschaftliche Kompetenz von bilingual und regulär unterrichteten Viertklässlern vergleichend untersucht wird. Die Fördersumme beträgt rund 70.000 Euro.

Untersuchen die Effekte von bilingualem Lernen in der Grundschule auf die naturwissenschaftliche Kompetenz von Kindern(v.l.n.r.): Die Studentischen Hilfskräfte Astrid Glomb, Matteo Cordi und Sonia Schlaht mit Projektleiterin Prof. Dr. Stefanie Frisch (im Bild fehlt Carolin Kloß, Studentische Hilfskraft).<br /><span class="sub_caption">Klick auf das Foto: Größere Version</span>

„Im Sachunterricht werden die alltagsweltlichen Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern präzisiert, weiterentwickelt und umstrukturiert. Das naturwissenschaftliche Lernen ist dabei eng mit sprachlichem Lernen verknüpft“, erklärt Stefanie Frisch.

Doch wenn das fachliche Lernen überwiegend in der Fremdsprache erfolgt, sind Kinder dann genauso gut in der Lage, naturwissenschaftliche Konzepte zu verstehen und zu versprachlichen wie Kinder, die am regulären Sachunterricht teilgenommen haben? Macht Mädchen das naturwissenschaftliche Lernen mehr Spaß, wenn der Unterricht in englischer Sprache erteilt wird, weil sie in der Regel gerne Englisch lernen? Macht es für die bilingual unterrichteten Lerner einen Unterschied, ob sie ein sachfachliches Phänomen auf Englisch oder auf Deutsch erklären müssen?

Fragen wie diese stehen im Zentrum des Projekts „Bilinguales Lehren und Lernen in der Grundschule – Effekte auf die naturwissenschaftliche Kompetenz“ (BiLL-NaWi).

Im Rahmen des Forschungsprojektes werden Prof. Frisch und ihr Team im Mai und Juni Erhebungen an acht Grundschulen mit bilingualem Zug oder verstärktem Englischunterricht durchführen. Mit ersten Ergebnissen des Forschungsprojekts ist dann Anfang nächsten Jahres zu rechnen.

Kontakt:
Jun.-Prof. Dr. Stefanie Frisch
Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften
Telefon 0202/439-5035
E-Mail frisch[at]uni-wuppertal.de

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